Lieblinge

Donnerstag, 6. Januar 2011

Wurm rein, Gewicht runter

Im erbarmungslosen chinesischen Arbeitsmarkt greifen junge Frauen zu verzweifelten und gefährlichen Mitteln, um ihre Chancen auf eine Anstellung zu erhöhen.


Gewichtsabnahme ist ein Klassiker unter den Neujahrsvorsätzen,und so erfreuen sich Diäten, Trennkost, Fitnessabos und andere Formen der Entsagung momentan grosser Beliebtheit. Das selbe Ziel, aber einen radikal anderen Ansatz verfolgen junge Frauen in China, wie die britische «Daily Mail» berichtet: Sie schlucken Eier von parasitären Spulwürmern, die anschliessend in ihren Därmen schlüpfen, sich dort einnisten und fortan von der zugeführten Nahrung leben. Gleichgültig was und wie viel diese Chinesinnen essen und wie wenig Sport sie betreiben, ihr Körper verliert rapide an Gewicht. Der Trick funktioniert, ist aber definitiv nicht zur Nachahmung empfohlen, denn die gesundheitlichen Risiken sind beträchtlich.

Die Larven der Spulwürmer durchwandern auch die Lungen und können dabei Hustenanfälle, Fieber und starke Verschleimung verursachen. Ausgewachsene Würmer, die bis zu eineinhalb Jahre alt werden, blockieren manchmal die Bauchspeicheldrüsengänge, den Darm oder die Gallengänge. Während einer Narkose können die Würmer gereizt werden und versuchen, ihren Wirt durch verschiedene Körperöffnungen wie Mund, Nase oder After zu verlassen.
Körpergewicht als Ausschlusskriterium
Hintergrund dieser Tortur sind weder Neujahrsvorsätze noch Eitelkeit sondern der erbarmungslose chinesische Arbeitsmarkt. Speziell in den ländlichen Gebieten ist die Arbeitslosigkeit hoch. Gleichzeitig ist der Pool der arbeitsfähigen Bevölkerung in den vergangenen zehn Jahren um 112 Millionen auf über eine Milliarde Menschen angestiegen. Um überhaupt eine Chance auf eine der hart umkämpften Arbeitsstellen zu haben, müssen Frauen möglichst schlank zu den Vorstellungsgesprächen erscheinen.
Nicht alle wollen sich der Spulwurm-Kur unterziehen: Manche starren stundenlang auf Bilder, in der Hoffnung, so ihren Appetit zu unterdrücken. Eine Studentin erzählte von einer speziellen Seife, die angeblich zu Gewichtsverlust führt. Manche duschen bis zu zehnmal täglich mit derselben Absicht. Bis in die 90er-Jahre waren Pillen, Tee und auch Akupunktur verbreitet. Eine wissenschaftliche Grundlage für alle diese Behandlungen fehlt.
Das Problem bleibt allerdings mehrheitlich auf die ländlichen Gegenden beschränkt. Nicht dass urbane Chinesinnen weniger waghalsig oder abergläubisch wären. In den Städten hat es schlichtweg genug Jobs, auch für weniger schlanke Frauen.
Quelle: www.20min.ch
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Ich bin grad völlig schockiert - die armen Mädels müssen echt total verzweifelt sein, dass sie sich und ihrem Körper so etwas antun =S Da bin ich direkt froh, dass die Lage in der Schweiz bis jetzt (noch?!) nicht derart eskaliert ist, was Arbeit und Arbeitskräfte angeht...

Was müsste Euch passieren, damit ihr sowas tun würdet? Würdet ihr für eine bessere Chance auf einen Job so ein Risiko eingehen? Würdet ihr überhaupt zu einer derart gefährlichen Methode greifen, um Euer Gewicht zu reduzieren? Oder bleibt ihr lieber bei Eurer derzeitigen Ernährung und Sport? Oder habt ihr einen "Geheimtipp"?

1 Kommentar:

  1. Der Papa einer Freundin hat sich auch mal nen Bandwurm einsetzen lassen *brrr* Ich würde mich so was von ekeln...

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