Lieblinge

Donnerstag, 18. November 2010

Endlich entdeckt! Das Gen, das dick macht.




Jeder sechste Europäer hat ein doppeltes FTO-Gen. Die Folge: Heiss hunger und Übergewicht.

Englische Forscher der Oxford-Universität haben das Dick-Gen FTO entdeckt und seine Auswirkungen untersucht. Sie hoffen, dank den neuen Erkenntnissen eine Pille entwickeln zu können, die einem Teil der Übergewichtigen hilft.

Studien haben nämlich ergeben, dass über 16 Prozent aller Europäer zwei Varianten des Gens FTO haben. Und Menschen mit Doppel-FTO sind durchschnittlich 3 kg schwerer als jene mit nur einem.

Um zu verstehen, was für Auswirkungen das Fett-Gen hat, züchtete Uni-Professorin und Forschungsleiterin Frances Ashcroft Mäuse mit zusätzlichem FTO-Gen und fütterte sie genau gleich wie normale Tiere. Das Resultat: Mäuse mit Doppel-Gen fressen 25 Prozent mehr. Bei Nahrung mit hohem Fettanteil vertilgen sie gar 50 Prozent mehr.

Nach 20 Wochen brachten die Mäuse mit viel Appetit 10 bis 22 Prozent mehr auf die Waage als ihre normalen Artgenossen. Die Forscher vermuten, dass das FTO-Gen Appetit und Sättigung steuert. Mit einem Gen funktioniert dies ganz normal, mit zwei FTO-Varianten stimmt die Balance nicht mehr: Es fällt viel schwerer, den Appetit zu zügeln. Wie genau diese Empfindungen durcheinanderkommen, ist noch nicht klar. Sie glauben, dass das FTO-Gen -einen Effekt auf das Gehirn hat.

Trotz der Unsicherheiten zeigt sich Frances Ashcroft gegenüber der englischen Zeitung «The Telegraph» optimistisch: «Wir sind überzeugt, dass FTO eine wichtige Rolle bei Übergewicht spielt. Nun können wir ein Medikament entwickeln, das die Aktivität des Gens hemmt.»




Quelle: www.blick.ch

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen