Lieblinge

Freitag, 26. November 2010

Buch-Review: Franz Kafka - Der Process

Handlung:

Josef K., der Protagonist des Romans, wird am Morgen seines 30. Geburtstages verhaftet, ohne sich einer Schuld bewusst zu sein. Trotz seiner Verhaftung darf sich der Bankprokurist Josef K. noch frei bewegen und auch weiter seiner Arbeit nachgehen. Vergeblich versucht er herauszufinden, weshalb er angeklagt wurde und wie er sich rechtfertigen könnte. Dabei stößt er auf ein ebenso wenig greifbares Gericht. Die Gerichtskanzleien befinden sich zum Beispiel auf den Dachböden großer ärmlicher Mietskasernen. Die Frauen, die mit der Gerichtswelt in Verbindung stehen und die K. als „Helferinnen“ zu werben versucht, üben eine erotische Anziehungskraft auf K. aus.
Josef K. versucht verzweifelt Zugang zum Gericht zu finden, doch auch dies gelingt ihm nicht. Er beschäftigt sich immer mehr mit seinem Prozess, obwohl er anfangs das Gegenteil beabsichtigte. Josef K. gerät immer weiter in ein albtraumhaftes Labyrinth einer surrealen Bürokratie. Immer weiter dringt er in die Welt des Gerichts ein. Gleichzeitig dringt jedoch auch das Gericht immer weiter in Josef K.s Leben ein. Ob tatsächlich ein irgendwie gearteter Prozess heimlich vorangeschritten war, bleibt sowohl dem Leser als auch Josef K. verborgen. Gleiches gilt für das Urteil. K. erfährt es nicht, aber er empfindet selbst, dass seine Zeit abgelaufen ist. Josef K. fügt sich einem nicht greifbaren, mysteriösen Urteilsspruch ohne jemals zu erfahren, weshalb er angeklagt war und ob es tatsächlich dazu das Urteil eines Gerichtes gibt. Am Vorabend seines 31. Geburtstages wird Josef K. von zwei Herren abgeholt und in einem Steinbruch „wie ein Hund“ erstochen.


Das Spezielle an dem Buch ist, dass Kafka als erstes den Anfang und anschliessend sofort das Ende geschrieben, und erst dann die "Mitte gefüllt" hat. Deshalb ist auch die Anordnung der Kapitel völlig unbekannt, es sind vielmehr Fragmente, die sich fast ganz beliebig anordnen lassen.

Der Schluss des Romans kommt für den Leser sehr plötzlich, den Grund der Anklage an K. erfährt der Leser nicht. 

Tja. Alles in allem ist das Buch alles andere als Schlecht =) Empfehlen würd ichs aber trotzdem eher dem "fortgeschrittenen Leser" =)

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