Lieblinge

Montag, 13. September 2010

Buch-Review: Karin Slaughter - Vergiss mein nicht

Karin Slaughter - Vergiss mein nicht


Handlung:  Auf der Rollschuhbahn in Heartsdale, Georgia, läuft „Dancing Queen“, als die Pathologin Dr. Sara Linton inmitten flachsender Kinder ihre Runden dreht. Klar, dass sie mitsingt, ausgelassen, wie sie ist. Es ist der erste Abend mit ihrem Ex-Mann Jeffrey Tolliver, und Linton hat beschlossen, diesen Samstag in fröhlich und harmonisch ausklingen zu lassen.
Dass es dann doch anders kommt in der US-amerikanischen Kleinstadt, ist nicht die Schuld von Tolliver, von dem sich Linton einst entfremdet hatte. Denn plötzlich eskaliert die Situation, als die 13-jährige Jenny den drei Jahre älteren Mark -- einen fast schon überirdisch schönen Casanova, „Young and sweet, only seventeen“, ganz wie im Song -- mit einer Waffe bedroht: und keinen Zweifel daran lässt, dass sie nach dem Mord auch sich selbst richten möchte. Als die Versuche des Ortspolizisten, die Situation zu entschärfen, scheitern, sieht sich Tolliver gezwungen, das verzweifelte Mädchen zu erschießen. Damit aber weitet sich die Tragödie erst recht zu einem schauerlichen Szenario. Denn auf der Toilette wird ein totes Neugeborenes entdeckt. Es scheint von Jenny und Mark zu stammen, der Fall geklärt. Aber die Obduktion der Leiche fördert ein grausames Geheimnis zu Tage, das selbst Linton den Atem raubt... Denn das Mädchen wurde auf grauenhafteste Art und Weise verstümmelt: Ihre Vagina wurde zugenäht.
Auf der Suche nach Antworten geraten Sara Linton, Jeffrey Tolliver und ihre Kollegen in ein Netz von Grausamkeiten, Pädophilie, Folterei, und Missbrauch an Kindern, und das alles in einer sonst so ruhigen und friedlichen Kleinstadt. 

Dieser Thriller ist definitiv nichts für schwache Nerven, aber auf jeden Fall lesenswert! Die Sprache wechselt von sensibler Tiefgründigkeit zu impulsiv-saloppen Ausrastern von allen Beteiligten.
Im englischen würde man diese Art Buch einen "Pageturner" nennen. Denn wenn man einmal angefangen hat zu lesen, kann man das Buch kaum noch aus den Händen legen. Es ist unglaublich spannend. Und immer wenn man denkt, es kann nur noch besser werden, entdecken Linton, Tolliver und Kollegen neue, noch erschreckendere Tatsachen, die einem das Blut in den Adern stocken lassen.

Den einzigen Minuspunkt, den ich diesem Thriller ankreiden kann, ist die Tatsache, dass sich viele Rechtschreibefehler finden. Das liegt wohl daran, dass es sich um eine Übersetzung handelt. Was ich leider vor dem Lesen nicht mitbekommen habe, ist die Tatsache, dass das Buch zur sogenannten Grant-County-Serie von Karin Slaughter gehört, und schon Band 2 darstellt. Sprich: Wahrscheinlich wären die Figuren mir noch viel näher / bekannter, wenn ich Band 1 der Serie, "Belladonna" vorher gelesen hätte. Werde das aber bestimmt noch nachholen und Euch dann meinen Eindruck von dem Buch hier schildern :)

Meine Bewertung: 4.5/5 Punkte

Kommentare:

  1. Die heißt aber doch "Linton" mit Nachnamen, zu Anfang ist es verkehrt :) Einige Namen bei Slaughter sind angelehnt an Emily Brontes "Wuthering Heights", habe ich mal festgestellt, aber ich habe nie ein Interview gefunden in der die Autorin sagt ob das Absicht oder Zufall gewesen ist...

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  2. *huch* wie dumm ich doch manchmal bin ^^ Natürlich heisst sie Linton, Sorry und danke für den Hinweis ^^
    Von "Wuthering Heights" habe ich noch nie gehört, ebenso wenig wie von Emily Brontes... Muss ich mich mal im Bücherladen schlaumachen =) Manchmal sind solche Anlehnungen schon ganz interessant ^^

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